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Google Analytics und GA4

Patrizia Gamper
October 10, 2022
Google Analytics

Mit Google Analytics hast du die Entwicklung deiner Seite im Blick. Du möchtest deine Website kontrollieren, stetig optimieren und den Erfolg steigern? Mit Hilfe von statistischen Daten u.a. über die Besucheranzahl, Besuchsdauer und das Besucherverhalten kannst du aussagekräftige Schlüsse auf Stärken und Schwächen deiner Seite ziehen.


Googles Webanalyse-Tool einfach erklärt

Google Analytics (kurz GA) ist ein nützliches Analyse-Tool, mit dem du deine Website-Performance nachvollziehen und das Verhalten sowie die Bedürfnisse deiner Kunden analysieren kannst. Das kostenlose Tool versorgt dich neben Informationen über die Anzahl an Nutzern, die deine Website besuchen, und der Leistung aller mit dem Analytics Tracking Code ausgezeichneten Unterseiten auch mit demographischen Daten wie Alter, Geschlecht oder Standort von Website-Besuchern. Außerdem erhältst du Informationen zu der Art und Weise, wie und wie lange Nutzer mit deiner Website interagieren. 


Verknüpfst du deine Google Ads Konten mit Google Analytics oder die Search Console, kannst du auf ein noch umfangreicheres Repertoire an Daten zurückgreifen und so z.B. tiefgreifende Schlüsse zu deiner SEA- und Display-Kampagne ziehen. 


Vor- und Nachteile des Tools

Als kostenloses Tool bietet Google Analytics einige Vorteile gegenüber anderen Webanalyse-Tools. Nicht nur, dass es umsonst ist und dich mit einer Vielzahl an umfassenden Reportings versorgt, Google arbeitet auch stetig daran es zu verbessern. Nicht ohne Grund hat es Google Analytics daher geschafft, zu einem der Standard-Tools unter den Online-Analyseanwendungen zu werden.

Mit ein wenig zeitlichem Invest und grundlegendem Know How, bist du schnell in der Lage, das Tool eigenständig zu bedienen. Solltest du doch einmal auf Probleme stoßen, gibt es zahlreiche kostenlose Tutorials von Google sowie eine große Online-Community, mit deren Hilfe du Antworten auf deine Fragen bekommen kannst. 

Nichtsdestotrotz gibt es auch einige Herausforderungen im Umgang mit Google Analytics. Damit alles korrekt eingerichtet ist, erfordert es eine grundlegende Recherche, welche mit einem Zeitinvest verbunden ist. Weiter muss man anmerken, dass bei nicht DSGVO konformer Nutzung, es zu Abmahnungen kommen kann. Zudem sollte man die Analytics regelmäßig auswerten und die Daten mit Marketing und IT teilen, um wirklich Nutzen aus den Daten zu ziehen.

Google Analytics und Datenschutz

Mit Google Analytics kannst du eine umfangreiche Menge an Daten erfassen - auch solche, die nach der Datenschutz-Grundverordnung als personenbezogene Daten verstanden werden, wie etwa die Erfassung der IP-Adresse. Trotzdem gibt es einen Weg, das Tool der DSGVO entsprechend zu verwenden. Dazu sind einige Einstellungen notwendig. 

Damit du Google Analytics datenschutzkonform nutzen kannst, solltest du einiges beachten. Wichtige Schritte sind die Anpassung der Datenschutzerklärung auf deiner Website mitsamt der Einräumung der Möglichkeit, dass Kunden die Speicherung von Daten widersprechen können. Zudem musst du einen Vertrag zur Auftragsdatenverarbeitung mit Google abschließen und durch eine Abänderung des Tracking-Codes sicherstellen, dass die IP-Adresse von Nutzern anonymisiert erfasst wird. Wirf auch einen Blick auf deine Einstellungen zur Aufbewahrungsdauer der in Analytics erhobenen Daten. Hier ist standardmäßig eine Aufbewahrungsdauer von 26 Monaten voreingestellt, im Sinne der DSGVO solltest du den Aufbewahrungszeitraum jedoch manuell auf 14 Monate beschränken. 

GA4 - die neue Google Analytics Property

Im Oktober 2020 hat Google eine neue Version von Google Analytics herausgebracht: Google Analytics 4 (GA4). Diese Version bringt einige Änderungen mit sich. 

Mit dieser neuen Property werden wie schon gewohnt verschiedene Daten erhoben, welche allerdings im Gegensatz zu Google Analytics 3 (GA3 oder auch „Universal Analytics“) eventbasiert sind. Mit sogenannten Events werden also Ereignisse gemessen und nicht einfach nur sitzungsbasierte Daten. Eine Sitzung ist die Dauer, die ein Nutzer die Website oder App aktiv nutzt. Sobald ein Nutzer mindestens 30 Minuten lang inaktiv ist, wird standardmäßig jede darauf folgende Aktivität einer neuen Sitzung zugeordnet. Mit einem Ereignis kannst du im Gegensatz, eine bestimmte Nutzerinteraktion auf einer Website oder in einer App messen. Dazu gehören bspw. das Laden einer Seite, ein Klick auf einen Link und das Abschließen eines Kaufs. 

Weiter gibt es nun auch Prognosefunktionen für Orientierungshilfen ohne komplizierter Modelle. Außerdem kannst du mehr Interaktionen in Medienplattformen generieren, durch direktes Einbinden. 

Laut Statements von Google ist der Zweck des neuen Analytics eine Next-Generation-Plattform zu schaffen, die X-Channel-Messung, „Privacy-first“-Tracking und auf Künstliche Intelligenz (KI) basierende Vorhersagedaten miteinander verbindet. Durch den Einsatz von Machine Learning Modellen kann GA4 Traffic-Daten und das Besucherverhalten ermitteln, ohne „Hits“ von jeder Seite zu benötigen. 

Wieso nun auf GA4 umsteigen?

Da „Universal Analytics“ wie von google angekündigt ab Juli 2023 nicht mehr unterstützt wird, empfehlen wir möglichst umgehend den Umstieg auf GA4 bzw. das parallele Tracking zwischen GA3 und GA4. Dadurch hast du dann auch Vergleichsmöglichkeiten und lernst jetzt schon mit der neuen Version umzugehen.

Fazit

Google Analytics 4 bietet viele neue Funktionen, von denen wir die wichtigsten hier vorgestellt haben. Wir empfehlen dir, bereits jetzt GA4 einzubinden und es parallel laufen zu lassen. So hast du historische Daten aber auch dein bekanntes Universal Analytics.